Ostern (Terra Roxa, Paraguay, Foz de Iguacu)

Foz de Iguaçu - ein Paradies
Foz de Iguaçu - ein Paradies

Oi, tudo bem?

 

Hallo an alle :) Heute werde ich (zugegeben wieder einmal ein wenig verspaetet) ueber meine Osterferien erzaehlen.

Erst einmal: Wir hatten hier keine Ferien, sondern nur zwei schulfreie Tage und dann hat noch das Wochenende, also vier Tage insgesamt. Meine Freunde hier konnten es fast nicht glauben, dass wir in Oesterreich fast zwei Wochen haben!

Trotzdem bin ich mit meiner Gastfamilie nach Terra Roxa gefahren, einer kleinen Stadt im Westen vom Bundesstaat Paraná, in der Naehe von der paraguaischen (?) Grenze und ca. 10 Stunden Autofahrt von Jaraguá do Sul entfernt. Terra Roxa hat mich sehr an die Weihnachtsferien (São Paulo) erinnert! Auch geplante Staedte, Felder, Felder, Felder.... soweit das Auge reicht.

 

Wir sind Mittwoch nachts angekommen und am Donnerstag sind wir nach Paraguay gefahren :) Das einzige was wir allerdings in der Stadt Salto del Guairo gemacht haben war einkaufen, das ist der Hauptgrund von 99,9999999% der Brasilianer, die dorthin fahren, da die Preise viel niedriger sind. Was kann ich also nach einem Nachmittag in einer einzigen Stadt Paraguays, die nochdazu praktisch nur aus Geschaeften und Einkaufszentren besteht ueber dieses Land sagen?

Es ist total ueberfuellt (fast alles Brasilianer), die Preise sind in USD, die Polizei kuemmert sich nicht wirklich um etwas, nicht einmal bei der Grenzkontrolle, die meisten Menschen reden weder Spanisch noch Portugiesisch, sondern eine Mischung: "Portunhol" (womit ich am Anfang meines Austausches ueberlebt habe hahahahaha) und vor allem: SEEEEHR SCHMUTZIG.

Aber wie gesagt, das ist mein Eindruck nach ein paar Stunden, in einer Stadt, die hoffe ich, nicht das Normale in Paraguay ist.

 

Am Freitag sind wir (mein Gastvater, meine Gastschwester Indianara und meine Gastcousine) richtig frueh aufgestanden (4 Uhr morgens) um nach Foz do Iguaçu zu fahren!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und... die Iguaçu-Faelle sind einfach FANTASTISCH!

Ein wenig die Iguaçu-Faelle:

  • Der Name bedeudet : "Muendung des grossen Wassers"                             
  •   die groessten Wasserfaelle Suedamerikas                                                 
  • liegen an der Grenze zu Argentinien              (und gehoeren auch zu beiden Laendern)
  • Bis zu 7000m³ Wasser pro SEKUNDE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!                                  
  • Die Vegetation ist aehnlich wie hier im Nordosten Santa Catarinas: Atlantischer Regenwald
  • Wurden 1986 zum UNESCO-Welterbe ernannt                                            

Wir haben die Wasserfaelle "nur" von der brasilianischen Seite aus besucht (wir hatten nicht genug Zeit um auch die argentinische Seite zu besuchen), aber da die Wasserfaelle selbst zum Grossteil auf der argentinischen Seite liegen, hat man von Brasilien aus die bessere Panorama-Sicht. Wenn so vor diesen gigantischen Wasserfaellen steht und diese unglaubliche Menge an Wasser fallen sieht, scheint es fast unmoeglich zu sein, dass es anderswo auf der Welt wassermangel gibt....

Das Beste an unserem Besuch war die Macuco-Tour! Wer Iguaçu besucht, MUSS das unbedingt machen! Zuerst gibt es eine Fahr durch den atlantischen Regenwald (sehr interessant), dann ca. 1km Wanderweg auch mitten durchs Gruene und zum Schluss Rafting: Man faehrt gegen die Stroemung richtung Wasserfaelle (die Stroemung ist sooo stark... ich glaube, wenn man ins Wasser faellt, wuerde man mit ziemlicher Sicherheit nicht ueberleben...) und faehrt zum Schluss sogar unter einem durch (natuerlich einer der kleineren Wasserfaelle)... und von dort hat man wirklich eine so tolle Sicht auf die eigentlichen Wasserfaelle... Es ist wirklich unbeschreiblich... Hier findet ihr eine tolle 360 Grad Sicht im Internet!

 

Spaeter sind wir noch zum Dreilaendereck gefahren: Der Grenze zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay und zum Abschluss haben wir ITAIPU - das groesste Wasserkraftwerk DER WELT besucht.

Itaipu ist genau so wie die Wasserfaelle einfach so riesig.... Der Stausee von Itaipu hat so viel Wasser, dass wenn es durch alle Bewohner der Erde aufgeteilt werden wuerde, jeder einzelne 5.000 Liter Wasser haette! Stellt euch das vor!

Fuer den Bau mussten 40.000 Menschen umgesiedelt werden, grosse Flaechen Regenwald wurden abgeholzt und was mich am Meisten schockiert hat: Die "Sete Quedas" (=Sieben Faelle), Wasserfaelle, die fast so gross waren, wie Iguaçu, verschwanden einfach aus der Landschaft. Ich war dort an der Stelle und man sieht nur den grossen Fluss... Wenn mir das meine Gasteltern, die dort gewesen sind, bevor sie "zerstoert" wurden, nicht gesagt haetten, waere mir nie Idee gekommen, dass da einmal so grosse Wasserfaelle waren... Ich frage mich, wie die das ueberhaupt geschafft haben...?

 

Freitag Abends, nach diesem langen, langen, fantastischen Ausflug hatten wir noch eine Familienfeier wegen Indianaras 20. Geburtstag und den Samstag haben wir eigentlich nur zu Hause verbracht. Sonntag morgens (4 Uhr morgens) sind wir wieder nach Jaragua do Sul gefahren, die Heimfahrt war wirklich lustig und 10 Stunden vergehen ja mittlerweile fuer mich schon schnell.. (im Vergleich zu der Nordostenreise mit bis zu 18 Stunden im Bus und das mehrere Tage hintereinander... hahaha Brasilien ist einfach zu riesig!).

 

Ich habe also zu Ostern ein neues Land (Paraguay), eins der Sieben Natur-Weltwunder (Foz do Igauçu) und das groesste Wasserkraftwerk der Welt kennengelernt. Es war wirklich etwas Besonderes!

Beijos an alle :)

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Kommentare: 1
  • #1

    LiLalaith (Montag, 23 April 2012 16:06)

    ahh ich will dort auch hin. gemein.
    peace&love